Komm zu uns nach Jerusalem

Jeden Morgen: 8:45 Jaffator

Shana Tova 5770

Veröffentlicht Montag, September 28, 2009 in Weblogs · Weblogs Bart

Jerusalem, 20. September 2009. Allen Lesern und Wächtern wünschen wir Shana Tova, ein glückliches (Jüdisches) Neues Jahr! Israel befindet sich in einer Zeit der Einkehr. Das sind die am meisten beeindruckenden Tage des Jahres mit dem Höhepunkt der Fastentag Jom Kipur.

Jedes mal ist das wieder eine für uns unvorstellbare Erfahrung. Auf der Straße wird öffentlich gesprochen über die Notwendigkeit von Selbsterkenntnis, Beziehungen in Ordnung bringen und Einkehr. Vor allem in Jerusalem. Selbst nicht gläubige Juden machen mit. Mit großer Spannung wird auf dieses neue Jahr geblickt. Wird in Iran eingegriffen? Kommt Frieden mit den Palästinensern? Wird Jerusalem aufgeteilt? Wird der amerikanische Präsident Barak Obama sein wahres Gesicht zeigen? Wird Israel alleine da stehen? Werden sich Kirchen rückhaltlos hinter Israel stellen?

Es wird immer deutlicher: wir leben in den Tagen, dass der Spreu vom Weizen getrennt wird. Die Katze kommt aus dem Sack… nun wird sich zeigen, wer rückhaltlos hinter Israel stehen bleiben wird, und wer sich hinter dem dicken Baum der politischen und religiösen korrekten Meinung versteckt.

Neue Wächter

Im vergangenen Jahr gingen wieder so viele neue Menschen mit uns mit. So kämpfen wir jetzt tatsächlich mit einem “luxuriösen” Problem: wir brauchen mehr Wächter, die Gruppen leiten werden. Das ist auch echt unser Gebet. Immer öfter stehen Menschen aus verschiedenen Sprachgebieten beim Jaffa Tor. Neben mehr niederländischen Wächtern, würden wir auch sehr gerne mehr deutsch- und englischsprachige Wächter willkommen heißen. Schlussendlich warten wir auf den Tag, dass wir Wächter den ganzen Tag und die ganze Nacht auf die Mauer schicken können. Diesen Sommer haben die ersten ‘Nachtwächter’ die Mauer erklommen… ‘Jerusalem, ich habe Wächter auf die Mauern gestellt die nicht schweigen werden, weder bei Tag noch bei Nacht…‘ (Jesaja 62:6). Wächter, die nach einer kurzen Trainingszeit und Zurüstung selber Teams mitnehmen. Ich erwarte, dass diese Entwicklung sich fortsetzt. Wir wissen, dass jedes Jahr “Volontäre”, Freiwillige nach Israel kommen, um praktische Arbeit zu verrichten – und das ist prima – aber in der Zukunft erwarte ich, dass auch viele Freiwillige kommen werden, die geistlich aktiv in Jerusalem sein wollen. Wer weiß, vielleicht ist das eine Idee für dich? Überlege, um einmal für eine längere Zeit zur Mauer zu kommen. Es ist herrlich eine Tour mit zu machen, aber wenn du eine Woche oder länger mitgehst, wirst du wirklich erfahren, wie kraftvoll das ist. Für viele ist so eine Wächtererfahrung lebensverändernd.

Wir stehen mit offenen Armen bereit. Unsere Vertreterin in Deutschland, Beate Maier, steht bereit, um Wächter in spe zu zurüsten. Scheue dich nicht, mit ihr Kontakt aufzunehmen. In Gedanken sehe ich Wächter, die unaufhörlich über die Mauern von Jerusalem marschieren werden. Tag und Nacht. Nie mehr schweigend.

Andere Einstellung

Wir leben in Tagen, in denen wir zu einer anderen Einstellung kommen müssen. Alte Systeme und Strukturen werden nicht mehr funktionieren. Es geschieht bereits. Viele Leiter haben viele Fragen in sich… Diese (End)zeit fragt nach neuen Wegen. Menschen, die es wagen ihr gewohntes Denken und Leben los zu lassen. Menschen, die sich leiten lassen durch Gottes Geist und die nicht länger beherrscht sind durch übertriebene Sorgen und Angst. ‘Die Vorsicht ist vorbei’, schrieb ich letztlich. Nein, nicht unbesonnenen, aber in einer Haltung von Hinwendung an IHN. Bereit, um einen (den) Preis zu bezahlen. Gott sucht solche Menschen. Die ‘Wasser-Lecker’ aus der Geschichte von Gideon (Richter 7:6). Die Tage sollen ernster werden. Die Erschütterung hat bereits begonnen. Aber ER weiß, wer auf IHN traut (Nahum 1:7). Du brauchst dich nicht zu fürchten. ER will nur eines: dass du in deine Bestimmung kommst. Selbst wenn die Umstände schwierig oder unübersichtlich sind, wenn du in deiner Bestimmung lebst, wirst du Gottes Frieden erfahren.

Das wünsch ich dir auch für das kommende Jahr.

Auf Wiedersehen auf den Mauern von Jerusalem.

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