Komm zu uns nach Jerusalem

Jeden Morgen: 8:45 Jaffator

Oktober lebhaftester Monat

Veröffentlicht Montag, November 9, 2009 in Weblogs · Weblogs Bart

Jerusalem, 8. November 2009. Den vergangenen Monat gingen mehr als 800 Wächter über die Mauern von Jerusalem mit uns mit. Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass immer mehr Israelreisende die ‘Proklamations-Erfahrung’ mitmachen wollen.

Natürlich hoffen wir, dass eine Anzahl zurück kommt und beschließt, um eine oder zwei Wochen mit uns mit zu marschieren. Ab und zu passiert das bereits. Ein Ehepaar ist dieses Jahr schon fünf mal nach Israel gefahren und hat inzwischen etliche Male die Wanderung über die hohen Mauern von Jerusalem gemacht. Wir rechnen damit, dass immer mehr Gläubige verstehen, dass diese Proklamationswanderungen unentbehrlich sind. Wir schauen nach dem Tag aus, dass mehr Wächter sich für längere Zeit bei uns einfinden. Es würde eine neue Form von ‘Freiwilligkeitsarbeit’ sein. Wer weiß, wann der Tag anbricht, an dem wir Tag und Nacht auf die Mauern gehen werden.

Kirchenmauern niedergerissen

Es ist irgendwie “herrlich”, denn wir dürfen erkennen, dass auf den Mauern von Jerusalem Kirchenmauern niedergerissen werden. Als Wächter finden wir zueinander auf der Basis von Gottes Wort. Auf einmal spürst du dann die einzigartige Einheit die uns trotz Verschiedenheit miteinander verbindet. Natürlich ist es erst einmal gewöhnungsbedürftig wenn du das erste Mal mit wanderst. Wir verlieren darüber keine großen Worte. Wir weisen auf die Autorität hin, die wir in IHM ‘anlegen’ dürfen. Nicht in eigener Kraft, aber so wie Paulus sagt: ‘Wenn ich schwach bin, bin ich stark!’

Die Kirche muss “jäh” aus dem Schlaf gerissen werden. ‘Erwache aus deinem Schlaf, stehe auf von den Toten’, ruft Paulus selbst im Epheser 5:14. Als Gläubige haben wir einen Auftrag zu erfüllen, der durch niemand anderen ausgeführt werden kann. Politische Parteien können die Lösung nicht forcieren, auch die UN wird es nicht schaffen. Kirchen und Organisationen sind nicht in der Lage, um den enormen Konflikt im Mittleren Osten zu lösen. Der Gott Israels wird selbst eingreifen. Aber du und ich, Gläubige ‘aus den Völkern’, haben vom Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs den Auftrag bekommen, um ‘um Zions willen nicht zu schweigen, um Jerusalems willen nicht still zu sein’. Keine unverbindliche Botschaft. Im Gegenteil, ein Auftrag von IHM an dich und mich.

Heilige Unzufriedenheit

Es fällt mir auf, dass doch immer mehr Gläubige von dieser Notwendigkeit durchdrungen werden. Ich nehm auch eine ‘heilige’ Unzufriedenheit wahr. Eine Unzufriedenheit mit dem heutigen, richtungslosen Kurs der westlichen Kirche. Wir bekommen immer mehr Berichte von Gläubigen herein, die bei ihren Predigern/Leitern darauf drängen, sich stark und bedingungslos hinter Israel zu stellen.

Oft wird da zurückhaltend darauf reagiert. ‘Wenn ich das tue, bekomme ich enorme Probleme in meiner Gemeinde’, ist eine Reaktion die ich oft höre. Diese Folgerung ist übrigens richtig! Israel wird tatsächlich der Grund dafür sein, dass sich Spreu vom Weizen trennen wird. Man muss sich entscheiden. Schummeln gibt es nicht. Klipp und klar muss dein Standpunkt gehört werden. Deine rückhaltlose Wahl für Israel ist unvermeidlich. Einige empfinden, dass ich manchmal etwas zu radikal über ‘die Kirche’ spreche oder schreibe. Ich bin selbst Teil der Kirche, der Gemeinde von Jeshua. Das erklärt gerade, warum ich so leidenschaftlich bin. Ich sehe die Gemeinde als meinen Freund, den ich überzeugen will, seinen Kurs zu ändern: ‘Wohin gehst du? Komm mit, in diese Richtung! Von Rom zurück in Richtung Jerusalem!’ rufe ich ihm zu.

Vor kurzem hatten wir das Vorrecht, mit einer Gruppe Prediger zusammen auf die Mauern zu gehen. Am Ende der Tour sagte einer von ihnen: ‘Ich bin davon überzeugt, dass ich meine Theologie in Verbindung mit Israel völlig überdenken muss.’ Vor einigen Wochen waren zwei Mitglieder der Kirche, wo dieser Prediger Dienst tut, mit uns auf der Mauer. Auf meine Frage, ob ihr Gemeindeleiter noch über seine Israelreise gesprochen hat, sagten sie: ‘Ja, sicher, der Pastor ging auf die Kanzel und hat seine Predigt mit der Mitteilung angefangen, dass er eine überwältigende Reise hatte, und dass er zu der Erkenntnis gekommen war, seine Ansichten, Israel und das jüdische Volk betreffend, drastisch zu revidieren.’ Das sind wunderbare Momente. Leider verläuft es nicht immer so positiv. Ein anderer Pastor hat mir berichtet, dass er aufs Abstellgleis geschoben worden ist, in Verbindung mit seiner veränderten (positiven) Predigt Israel betreffend. Es zeigt, dass wir in entscheidenden Tagen angekommen sind. Das Blatt hat sich gewendet.

‘Gott hat sich erhoben, um sich über Zion zu erbarmen.’ (Psalm 102:14). Ich empfehle jedem Gläubigen mit IHM zusammen ‘aufzustehen’ und sich in Richtung Zion ‘mit zu bewegen’. In Jeremia 31:3 liest du, dass Gott ‘von Weitem nach Israel gekommen ist.’ Du und ich leben in einer Zeit, dass Gott sich wiederum Israel zuwendet! Wir werden uns mit IHM mit bewegen müssen, in Richtung Israel, in Richtung Jerusalem. Gegen alle meine gläubigen Freunde sage ich: ‘Richte deinen Blick aufs Neue auf Israel, da wird sich Gottes Endspiel abspielen. Die geistliche Welt hat das schon lange verstanden, deswegen der enorme Druck, der auf Israel und Jerusalem gelegt wird. Wo bleiben wir, die Gläubigen? Wo bleibst du?’

Israel immer mehr isoliert

Gerade in diesen verworrenen Tagen, wo Israel immer mehr isoliert wird, ist das sehr wichtig. Türkei, ein jahrelanger loyaler Nachbar von Israel, fängt auf einmal an, ein falsches, anti-israelisches Lied zu singen. Der islamistische Premier Erdogan suchte in den vergangenen Wochen Kontakt mit Syrien, und scheint auf einmal gut Freund mit Achmadineschad von Iran zu sein. Sage mir, wer deine Freunde sind, und ich sage dir, wer du bist…

Präsident Obama ist sich bewusst, dass er zu weit gegangen ist. Er ist zu kritisch Israel gegenüber gewesen und versucht etwas von seinem verlorenen Ansehen wieder zurück zu gewinnen. Er rudert zurück.

Die palästinensische Autorität nimmt nur noch sich selbst ernst. Brüstend probiert sie Israel zu erzählen, welches die Voraussetzungen ihrer Überlegungen sein sollen: Vollständiger Baustop in ‘Ost’-Jerusalem, Samaria und Judäa. Premier Netanjahu hat ihnen deutlich zu erkennen gegeben, dass das nicht in Frage kommt. Die Terrororganisation Hamas wartet geduldig bis Mahmud Abbas, der ‘palästinensische Präsident’, seine Autorität verloren hat. Ich habe Mitleid mit der ‘palästinensischen’ Bevölkerung. Man darf nicht daran denken, dass die Hamas auch in Samaria und Judäa ihre schmutzigen Finger mit hinein bekommt. Unsichere Zeiten.

Aber auch die institutionierte Kirche zeigt mit einem kritischen, religiös/humanistischen Finger auf Israel. Das sollte aufhören!

SEINE Autorität

Wir führen keinen politischen Kampf. Unser Kampf ist ein geistlicher. Ich sagte es bereits: viele Gläubige haben zu wenig Einsicht in die geistliche Position die sie bekleiden. Gott hat uns in Jeshua ein Kleid der Versöhnung angezogen. Er hat uns Seinen Heiligen Geist geschenkt. In den letzten Jahren wurde viel Andacht an die Liebe von IHM, Seine Gnade, Barmherzigkeit und Friede geschenkt. Uns wurde gelehrt, dass Er uns körperlich und auch innerlich heilt. Auch wurden wir über Anbetung, Intimität mit Gott und über das Vaterherz Gottes gelehrt. Alle diese Aspekte sind von großer Bedeutung. Aber worin wir wenig, oder überhaupt nicht, gelehrt wurden, ist, dass das Kleid von Jeshua, das über deine Schultern gelegt worden ist, auch Seine Autorität beinhaltet. Wenn wir lesen: ‘…damit jetzt kund werde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.’ (Epheser 3:10). Dann schauen wir uns einander doch etwas unwohl an. Um diesen biblischen Auftrag zu erfüllen, werden wir doch einigermaßen über unsere Autorität in IHM Bescheid wissen müssen. Prediger und Gemeindeleiter: Arbeit steht an!

Auf Wiedersehen auf den Mauern von Jerusalem!

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