Über diese Reise auf ein oder zwei Seiten zu berichten, das ist unmöglich. Es war eine Schatzkiste an Erleben, ein Juwel nach dem anderen. So will ich mich mit wenigen Eindrücken begnügen und gleichzeitig auffordern, sich selbst diesen Schatz zu erschließen, als Wächter auf den Mauern Jerusalems.
Bart und Joke Repko, ein holländisches Ehepaar, geht seit 3 Jahren dem Ruf Gottes in ihrem Leben nach, auf den Mauern Jerusalems die Verheißungen Gottes für Jerusalem und Israel zu proklamieren. Gott hat sie dazu berufen, dass sie teilhaben können an dem, was Gott für sein Volk in diesen Tagen tun will. Das christliche System der letzten 2000 Jahre, meint Bart, verkörpert durch Rom, hat versagt und ist dabei zu zerbrechen. Gott ist in diesen Tagen dabei, seinen Fokus weg von "Rom" hin zu der Stadt zu richten, die er tatsächlich auf und in seinem Herzen hat: Jerusalem. Er ist dabei, diese Stadt neu zu errichten und ihr die Bedeutung zu geben, die er für sie schon immer hatte, die Stadt des Großen Königs. Gottes Wort fordert jeden Gläubigen auf, als Wächter auf der Mauer Jerusalems seinen Platz ein zu nehmen.
Für mich ist Bart wie der Rufer in der Wüste, ein Johannes der Täufer: "Kehrt um, denkt um, der Messias ist dabei zu kommen! Die Zeichen seiner Ankunft geschehen sichtbar vor unseren Augen." Bart rief uns dies in den 9 Tagen unseres Aufenthalts in Jerusalem sinngemäß immer wieder zu. Er führte uns ein in das Geheimnis und die Gesetzmäßigkeiten des Proklamierens der Verheißungen Gottes für sein Volk. Und dadurch geschah bei mir etwas, was ich in Jerusalem noch nicht erkannte, was mir aber jetzt mehr und mehr deutlich wird: die Liebe Gottes zu seinem Volk wächst und vertieft sich in mir. Natürlich kannte ich all diese Texte in den Psalmen, in Jesaja, Jeremia und den anderen Propheten. Aber merkte ich, was Gott dabei im Herzen hat, als er dies durch seine Propheten schreiben ließ? Langsam ahne ich, was in Gottes Herz mit seinem Volk und Land vorgeht.
Gott schreit danach, dass wir schreien. Dass wir schreien, was Er für sein Volk empfindet und was er für dieses Volk tun will – jetzt in unserer Zeit! Lest es in den Propheten nach!
Ein persönliches Gespräch mit Bart ließ mich nachdenklich werden. Mein Herz schlägt sehr für Deutschland und dass endlich die "Erweckung" kommt, nach der alle sich so sehnen.
Bart meinte, was haben wir in Holland, oder Deutschland oder England nicht schon alles in den letzten 50 Jahren gebetet? Und das Ergebnis? Könnte es nicht sein, wir haben die Akzente falsch gesetzt? Was meinst du, was geschieht, wenn in jedem Gottesdienst der Gemeinden die Verheißungen Gottes für Jerusalem und Israel proklamiert würden? Ich hätte diese Aussage gern in einem Satz verdichtet, konnte es aber zunächst nicht. Aber dann drängte sich mir in den nächsten Tagen immer wieder Mt. 6, 33 auf:
"Trachtet zuerst nach Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles Übrige geschenkt."
Wenn Gott Israel so auf seinem Herzen hat, wie wir es Seinem Wort, das wir immer wieder proklamierten, erkannten, dann werden wir Ihm auch nur so gerecht und dann wird Er uns auch das Übrige schenken.
Als prophetische Reise war diese Reise angekündigt. Tatsächlich wurden die drei Stationen Jerusalem, Ariel und Netanya für mich prophetische Schauplätze.
Ich kann es euch nur "wärmstens" empfehlen euch als Wächter auf die Mauern Jerusalems rufen zu lassen oder spätestens nächstes Jahr bei der 3. prophetischen Gebetsreise dabei zu sein.
Ein Reiseteilnehmer der 2. prophetischen Gebetsreise






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Es grüßt herzlich, Gabriele Grünwald, Osterbruchweg 6, 30966 Hemmingen