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Das Spagat der Versöhnung PDF Drucken E-Mail

Vor kurzem bin ich mit einem guten Bekannten durch die Jerusalemer Altstadt gelaufen. An einem bestimmten Punkt sagte er, dass er es „ausgeglichen findet, wenn sich Menschen für die Versöhnung zwischen „Palästinensern und Juden einsetzen. Als ich ihn fragte, auf welcher Bibelstelle diese „ausgeglichene Versöhnung basiere, schaute er mich ratlos an. Jedenfalls scheint die Versöhnung zwischen „Palästinensern und Juden so selbstverständlich zu sein.

Natürlich … Versöhnung ist das Hauptthema des Evangeliums. Gottes Sohn Yeshua hat durch sein Opfer dich und mich mit Gott dem Vater versöhnt. Versöhnung zwischen Menschen und Völkern ist hoch im Kurs. Aber Versöhnung ist nicht bedingungslos. Bei der Eroberung des Verheißenen Landes durch Josua erlaubte Gott die Versöhnung mit den damaligen Bewohnern nicht:

Schließt mit den Bewohnern des Landes, in das ihr zieht, auf keinen Fall Verträge ab, damit sie euch nicht zum Stolperstein werden.
2. Mose 34,12

Wenn die Versöhnung nicht Gottes Wille ist, dann kämpft man vergebens, wie Paulus sagen würde (vergleiche dazu 1. Korinther 9,26).

Erster Bund

Es ist ein großes Problem, dass sehr viele Gläubige den Ersten Bund (das Alte Testament) nicht oder nur unvollständig lesen und somit kaum über Gottes Pläne mit Israel und dem jüdischen Volk Bescheid wissen. Die Folge davon ist, dass viele geistliche Leiter brav im kritisch klingendem Chor Israel gegenüber mitsingen. Viele Gläubige wissen nicht, dass Gott eindeutig vorhergesagt hat, dass die Juden am Ende der Zeiten in ihr von Gott verheißenes Land Israel zurückkehren werden. Zahlreiche Texte reden davon:

Ich … bringe euch nach Israel zurück
Hesekiel 37,12b

oder bei Amos 9,15:

„Ich werde sie (Israel) fest einpflanzen in dem Land, das ich ihnen geschenkt habe“, spricht der Herr, euer Gott, „dann werden sie nie mehr ausgerissen werden.“

Die Juden kehren also in ihr Land zurück und werden nie mehr ausgerissen.

Viele Bibeltexte betonen, dass die „umringenden“ (arabischen) Völker die zurückkehrenden Juden nicht wirklich von Herzen Willkommen heißen. Die Araber werden verjagt werden: Lies dazu Obadja, Vers 17:

Auf dem Berg Zion aber wird es Rettung geben; er wird eine heilige Stätte sein. Und das Haus Jakob wird sein Erbe wieder in Besitz nehmen. Dann wird das Haus Jakob ein Feuer sein und das Haus Josef eine Flamme, und das Haus Esau wird zu Stroh. Sie werden es anstecken und verbrennen; es wird keine Überlebenden im Haus Esau geben. Denn der Herr hat gesprochen!

Ein düsterer Ausblick für die Feinde Israels.

Wir leben in wichtigen Tagen, in denen gerade viele biblische Prophetien erfüllt werden. Besondere Wachsamkeit ist daher geboten. Wir dürfen uns nicht durch humanistische politisch-korrekte Argumente leiten lassen sondern durch Gottes Wort.

Wer ist der wirkliche Besetzer?

Bei vielen Gläubigen überwiegt der Gedanke, dass die Juden „palästinensisches“ Land besetzen. Auch diese Schlussfolgerung geht auf die Unwissenheit über biblischen Prophetien zurück. Lies:

So spricht Gott, der Herr: In feurigem Eifer habe ich gegen die restlichen Völker und gegen ganz Edom (Araber) geredet, weil sie mein Land in Besitz genommen haben, um das Weideland voll Schadenfreude und Verachtung auszuplündern.
Hesekiel 36,5

Nicht das zurückgekehrte jüdische Volk besetzt „palästinensisches“ Land, sondern das jüdische Land wir von Edom und den restlichen Völkern besetzt.

Gottes Rache

Diese Geschichte wird noch ein Nachspiel haben, denn Gott selbst wird sich gegen Israels Feinde stellen. Darüber werden sich viele wundern! Dutzende Texte erzählen von Gottes Wut und Rache gegenüber den Mordparteien und dem Terror, der Seinem Lieblingsvolk von den umgebenen arabischen Völkern angetan wird. Das bringt uns zum Thema Versöhnung zurück.

Ist es nicht merkwürdig, dass viele sich wie ein humanistisch-religiös summendes Bienenvolk an dem populären Versöhnungswahn zwischen Juden und „Palästinensern“ festklammern, von dem in Gottes Wort nicht speziell gesprochen wird? Viele Gläubige, die es gut meinen, und mehrere Organisationen versinken im unvermeidlichen Treibsand, in den dieses „Versöhnungsspagat“ hineinschlittert. Was ist der wirkliche Wert der Versöhnung mit den „Palästinensern“, die aus blindem Hass heraus den Juden ihr durch Gott verheißenes Land verweigern?

(In Wirklichkeit besteht das „palästinensische Volk“ aus vielen verschiedenen Völkern die gemeinsam mit den zurückkehrenden Juden nach Israel strömten. Es wurden mindestens 25 verschiedene Sprachen registriert. Der Oberbegriff „Palästinenser“ wurde erst durch Arafat in den 60er Jahren eingeführt. Unter der Verantwortung des englischen Mandats durften die Juden nur spärlich nach Israel zurückkehren. Sogar als Europa in Flammen stand und Hitler seinen Vernichtungsapparat in Gang brachte, hielten sich die Engländer starr an ihre restriktive Zulassungspolitik. Jeder Jude wurde registriert. Wenn es Juden gelang, illegal in das Land Israel zu gelangen, wurde die Anzahl sorgfältig mit der zulässigen Summe verrechnet. In der Zwischenzeit strömten unzählige bewusst (!) nicht registrierte, nicht jüdische Bevölkerungsgruppen in das verheißene Land. Die englische Verantwortlichkeit für die heutige unmögliche Situation im Nahen Osten ist groß. Diese Haltung ist nicht spurlos an England vorbeigegangen: Den Zusammenbruch des einst so mächtigen englischen Imperiums sehen viele als eine Folge dieser antisemitischen Haltung.)

„Palästinenser“ wohnen also nicht „seit Menschengedenken“ in Israel. Auch haben „Palästinenser“ nie ein eigenes Land besessen oder Jerusalem als Hauptstadt gekannt. Die „Palästinenser“ sind im muslimischen Gefängnis von Tod und Terror gefangen Der Hass Israel gegenüber hat sie völlig blind gemacht.

Israel – erstgeborener Sohn

Gott betont eine andere Versöhnung: die Versöhnung zwischen den Gläubigen „aus den Heiden“ (den Nicht-Juden) und dem jüdischen Volk!

Das jüdische Volk wird von Gott mein erstgeborener Sohn genannt (2. Mose 4,22). Aber auch du und ich, „Gläubige aus den Heiden“ dürfen uns Kinder, also „Söhne“ Gottes nennen (Römer 8,14-16). Der Jude und der Gläubige „aus den Heiden“ sind also Brüder. Diese Brüder leben schon seit Jahrhunderten im Zwist. Dieser Streit muss beendet werden! Jahrhundertelang haben wir Christen das Leben unseres älteren jüdischen Bruders schwer gemacht – mit den Kreuzzügen, der Inquisition, den Pogromen, der Ersatztheologie usw. Aber auch unsere heutige kritische Haltung Israel gegenüber basiert auf keiner einzigen biblischen Rechtfertigung. Faktisch ist diese hochmütige Haltung eine Anklage gegen Gott selbst.

Epheser 2 geht auf die wirklich wichtige Versöhnung zwischen Juden und „heidnischen Gläubigen“ ein. In Vers 14 wird erörtert, wie diese Versöhnung entsteht: Denn Christus selbst brachte Frieden zwischen den Juden und den Menschen aus allen anderen Völkern, indem er uns zu einem einzigen Volk vereinte. Er hat die Mauer der Feindschaft, die uns früher trennte, niedergerissen. Das ist die wirkliche Versöhnung, über die wir Gläubigen uns Gedanken machen müssten! Auch im Brief an die Römer (Kapitel 11) wird dargelegt, wie wir, nicht-jüdische Gläubige, auf den Ölbaum Israel eingepfropft sind. Da findet die wirkliche Versöhnung statt. Bedeutet das also, dass die Gläubigen „aus den Heiden“ sich mit Israel und dem jüdischen Volk identifizieren? Ja sicher, aber es ist natürlich nicht so, dass alle Taten Israels schöngeredet werden müssen. Vergleiche die Situation mit deinem leiblichen Bruder oder der leiblichen Schwester … natürlich stimmst du nicht mit allem überein, was er/sie macht, trotzdem erhebst du nicht die Hand gegen ihn/sie.

Isaak und Ismael – Brüder

Einige Leser werden nun einwerfen, dass auch Isaak und Ismael Brüder waren – nämlich Söhne des selben Vaters Abraham? Dennoch ist es auffallend, dass in 1. Mose 22,2 zu lesen ist:

Nimm deinen einzigen Sohn Isaak, den du so lieb hast, und geh mit ihm ins Land Morija. Dort werde ich dir einen Berg zeigen, auf dem du Isaak als Brandopfer für mich opfern sollst.

Im Neuen Bund wird dies wiederholt:

Durch den Glauben war Abraham bereit, Isaak als Opfer darzubringen, als Gott ihn auf die Probe stellte. Abraham, der Gottes Zusagen empfangen hatte, war bereit, seinen einzigen Sohn Isaak zu opfern.
Hebräer 11,17

Hier wird Isaak als einziger Sohn beschrieben (als Bild für Yeshua, den Messias). Das ist das tragische an der arabischen Geschichte: Indem Abraham Hagar und ihren Sohn Ismael in die Wüste schickt, bedeutet das faktisch, dass Abraham Ismael nicht länger als seinen Sohn sah. Abraham nahm Abstand von Ismael. Für uns eine unbegreifliche Sache. Bezeichnend ist, dass dieses Vaterlos-Sein sich bis heutigen Tag ausstreckt: In der langen Reihe der „schönen“ Namen (99 Stück), die im Koran den islamitischen Abgott Allah beschreiben, fehlt der wichtigste: Vater.

Liebt Gott dann die Araber nicht? Natürlich! Gott liebt sie von ganzem Herzen. Er hat ebenso für sie Seinen Sohn Yeshua in die Welt gesandt, damit auch die Araber mit dem Gott Israels versöhnt werden. Auch sie sollen dann als Söhne Gottes auf den Ölbaum Israel eingepfropft werden. Das gilt also in gleicher Weise für Araber, die zum Glauben an Yeshua (Jesus) gefunden haben. Wohl werden diese gläubigen Araber erkennen müssen, dass sie dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, dem Gott Israels dienen. Auch werden die Araber die Erkenntnis erlangen müssen, dass das jüdische Volk Gottes auserwähltes Volk und dass Israel das von Gott „Verheißene Land“ ist. Daran gibt es nichts zu rütteln.

Leben im Nahen Osten gläubige Araber? Sicher, aber es wird für sie immer komplizierter. Die muslimischen Brüder erschweren das Leben der Christen-Araber immer mehr. Viele verlassen Israel und probieren, ein neues Leben im Ausland aufzubauen. Die gläubigen Araber brauchen also viel Gebet. Leider sind es nicht viele christliche Araber, die sich mit ihrem jüdischen Bruder versöhnen. Die verwerfliche Ersatztheologie, wonach die Kirche den Platz Israels eingenommen haben soll (mit Ausnahme der Verfluchungen, die bleiben in dieser falschen Lehre für die Juden bestimmt …), wird von den meisten christlichen Arabern als Gedankengut gehegt.

Versöhnung kann nur stattfinden, wenn die gegenseitige Identität anerkannt und angenommen wird. Wenn die Araber sich nicht mit göttlichem Wort, dass die Juden, die in ihr eigenes Land zurückkehren, Sein auserwähltes Volk sind, versöhnen können, dann ist der Weg zur Versöhnung ein vergeblicher. Es gibt auch gläubige Araber, die sich schon liebevoll nach ihrem jüdischen Bruder und dem Land Israel ausstrecken. Sie anerkennen offen die außergewöhnliche Auserwählung, die die Juden abgesondert hat. Sie erkennen auch, dass Israel das für die Juden verheißene Land ist. Leider bilden sie nur eine kleine, sehr verwundbare Minderheit und laufen im Nahen Osten in große Gefahr. Für sie ist die Versöhnung mit den Juden kein Thema mit Wichtigkeit … für sie ist das selbstverständlich!

Segen und Fluch

Gott sprach: Wer dich segnet, den werde ich auch segnen. Wer dich verflucht, den werde ich auch verfluchen … (1. Mose 12,3). Kirchenführer und andere Gläubige sollten dieses göttliche Wort ernst nehmen. Möchtest du teilhaben am göttlichen Segen oder an Seinem Fluch? Wir Gläubigen sollen uns fest hinter Israel, Gottes Volk. Kompromisslos. Es gibt keine gültige biblische Entschuldigung, dieses nicht zu tun. Wenn du dich dem widersetzt, trittst du Gott auf die Füße. Das biblische Buch Hosea endet vielsagend: Wer ist so weise, dass er dies verstehen kann, wer hat so viel Einsicht, dass er das begreift? Die Wege des Herrn sind gerade und die Gerechten sollen sicher auf ihm gehen. Die Gottlosen aber sollen auf ihm zu Fall kommen (Hosea 14,10)

Zugegeben, das ist keine politisch-religiös-humanistisch-korrekte Geschichte. Hoffentlich fordert dich diese Geschichte heraus, um den Staub von den „alten“ Propheten wegzupusten. Prüfe diese Worte nicht an deinem Gefühl sondern an Gottes Wort! Wach auf, du Schläfer, steh von den Toten auf, dann wird Christus dir aufleuchten. Achtet sorgfältig darauf, wie ihr lebt; handelt nicht unklug, sondern bemüht euch, weise zu sein. Nutzt jede Gelegenheit, in diesen üblen Zeiten Gutes zu tun (Epheser 5,14-16). Wir sollen uns gegenseitig wach halten. Die Luftschläge sollten wir vermeiden. Sei wach und bitte Gott, dir Erkenntnis zu schenken.

Und ja … natürlich, letztendlich im „Tausendjährigen Friedensreich“, die Periode, die mit der Wiederkunft Yeshuas beginnt, wird der viel gerühmte Weg offen sein, die Königsstraße zwischen Ägypten und Syrien und Israel dazwischen … (Jesaja 19,23). Sicher, dann wird Versöhnung zwischen den Völkern sein, aber dann wird auch der Messias als König herrschen. Wir warten auf diesen Tag, aber bis dahin sollen wir uns an den Prophetien festhalten, die heute gelten! Die physische Wiederherstellung und die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel. Kurz gesagt, lass dich nicht von den religiös-humanistischen Gefühlen sondern von Gottes Auftrag aus Jesaja 62 leiten: Wegen Zion kann ich nicht schweigen. Wegen Jerusalem werde ich nicht ruhen …

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