Auf meine Frage hin, in welchen "prophetischen" Tagen wir in diesem Moment leben, blieb es still. Zögern wurden einige Initiativen genannt. Sowohl in den Niederlanden als auch außerhalb. Überzeugend klang das nicht.
Doch ist genau nun die Zeit, in der die Gemeinde nach Richtung schreit.
Wir sind aktiver als je zuvor! Jeder ist beschäftigt ... Wie steht das in einem krassen Kontrast zu Yeshuas Worten in Johannes 5,19: "Ich versichere euch: Der Sohn kann nichts aus sich heraus tun. Er tut nur, was er den Vater tun sieht. Was immer der Vater tut, das tut auch der Sohn."
Wende diese Worte einmal für eine beliebige Kirche oder Organisation an. Letztens sagte mir ein Freund:
"Wenn Gott 95 % des Heiligen Geistes von der Kirche wegnehmen würde, dann würden 95 % der Aktivitäten einfach weitergehen ..."
Ein interessanter Gedanke. Yeshua tut nichts, es sei denn, Er sieht es den Vater tun. Es scheint manchmal so, dass wir alles tun, außer das, was wir den Vater tun sehen ... Dahinter verbirgt sich ein großes Problem. Der Widersacher hat uns in den Gang gebracht. Mit einer dicken Zigarre im Mund erhöht er den Druck immer mehr. Rennend und keuchend stolpern wir vor uns hin. Frage nicht, wohin wir alle rennen, wir wissen es einfach nicht.
Der Wille des Vaters
"Es passieren doch so viele schöne Dinge", hört man dann ... Und wir merken nicht, dass wir im Kreis laufen – steuerlos. Wir lassen uns durch Umstände und Begeisterung leiten. Was für ein Irrglaube. "Wartest du auf die Aktivisten", sage ich hin und wieder. Die begeisterten Brüder (und Schwestern) machen die meisten und größten Fehler. Immerhin führt Gott Seine Gemeinde nicht durch Begeisterung sondern durch Seinen Geist! Ich spitze es noch zu: Begeisterung ist der Feind des Heiligen Geistes. Ich erkläre es. Begeisterung fordert keine Stille. Im Gegenteil dazu sagen wir, lass uns endlich loslegen ... Der Heilige Geist dagegen erfordert gerade Stille. Wie kann man sonst entdecken, was "der Wille des Vaters" ist? Wir müssen aufhören zu rennen und zu schuften. Streiche deine Termine! Du wirst merken, wie tief du in all diesen Aktivitäten drinsteckst.
Gerade in dieser Zeit, in der so viel in der unsichtbaren Welt passiert, können wir nicht in dem alten Trott weitergehen. Das Ufer wird das "geistliche Aktivitätenschiff" wenden! Das wird wirklich nicht mehr lange dauern. Wenn du wirklich den Willen Gottes verstehen willst, wirst du still stehen und warten müssen. Stopp!
Lass dich nicht länger durch die Umstände leiten. "Aktiv warten" – das müssen wir lernen, wie ein Reiher im Wassergraben. Scheinbar bewegungslos steht er dort im Wassergraben, wartend – bis ein großer grüner Frosch aus dem Wasser auftaucht. Schwups. So sollte der Leib des Messias funktionieren: Wartend auf den Moment, dass Gott zeigt, was Sein Ziel ist. Wenn Er es dann einmal gezeigt hat, dann ist es Zeit, um "begeistert" zu werden (wie der Reiher begeistert den Frosch verspeist).
Aber lass dich nicht durch Begeisterung leiten, er ist dein Untergang.
Unterscheidung ist das Schlüsselwort. Wir sind in einer Zeit von großer Verwirrung und Unsicherheit angelangt, vor allem in der Kirche. Wir haben Gottes Wort. Trotzdem tappen viele geistlichen Leiter im Finstern. Was machen wir mit all den Prophetien, mit all den Worten? Bitte um den Geist der Unterscheidung! Wir leben in den Tagen der törichten und klugen Jungfrauen (Matthäus 25). Sie waren alle müde und sind eingeschlafen. Auch die klugen Jungfrauen. Warum es geht, ist, dass du und ich von Gottes Geist erfüllt sind. Erst dann können wir Gottes Leitung verstehen. Ohne Seinen Geist läuft es schief! Nie zuvor in der Geschichte war es so notwendig, mit Gottes Geist erfüllt zu sein.
Gerade in dem Chaos dieser Tage musst du wissen, in welche Richtung du gehen sollst. Bitte um die Gabe der Unterscheidung. Herr, wohin?
Es ist Zeit für eine Kursänderung. Hör auf zu rennen. Warte und werde nicht eher aktiv, bis du genau weißt, dass du in Seinem Willen gehst.
Wir sehen uns auf den Mauern Jerusalems.






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