Ich werde es nie mehr tun... PDF Drucken E-Mail

Es erreichen mich immer mehr Berichte über zunehmende Kritik an Israel. Vor allem nach dem Gazakonflikt scheinen antisemitische Gefühle verstärkt hoch zu kommen.

Es ist dabei auffallend, dass die kritischen Töne besonders aus der christlichen Ecke kommen. Ein guter Freund erzählte mir diese Woche, dass bei ihm im Büro viel Zustimmung war über die Art und Weise wie Israel mit den Terroristen von Hamas abrechnete. Große Bewunderung gab es für die Initiative, hunderttausende SMS's an die Bürger in Gaza zu senden, die in der Nähe der Waffenlager wohnten, wo Luftangriffe angekündigt worden waren. Noch nie zuvor sind solche Warnungs-SMS's verschickt worden. Leider oft gerade in den 'eigenen' kirchlichen Kreisen kommt einem unbarmherzige Kritik entgegen. Was ist doch die Ursache dieser unverhohlenen Wut? Wovon das Herz voll ist, läuft der Mund über...

Trauriger Tiefpunkt war wohl der Bericht eines Bekannten, der mir erzählte, dass während des Gazakonfliktes jemand aus seiner Gemeinde in einer Gebetsstunde den Mut hatte, für Israel zu beten. Nach der Veranstaltung wurde er vom Leiter zu sich gerufen. Ihm wurde in sehr deutlichen Worten zu verstehen gegeben, dass diese Aktion unangemessen war, und er wurde höflich aber dringend gebeten, in der folgenden Woche öffentlich seine 'wohlmeinende' Entschuldigung anzubieten. Gehorsam und demütig erfüllte der Beter diese Bitte. 'Ich werde es nie mehr tun...' Er erlag dem 'pastoralen' Druck dieses Leiters. Unvorstellbar? Man würde meinen, diese Geschichte passierte im finsteren Mittelalter, aber das fand im Januar 2009 statt!

Israel tabu

Immer mehr vernehmen wir Berichte, dass in Kirchen oder Gemeinden das Sprechen über Israel tabu ist: Es bewirkt nur Spaltung und Unruhe. Das massenhafte Schweigen, mit der Folge, dass während der Schreckensherrschaft von 1940-1945 sechs Millionen Juden den Tod gefunden haben, geht einfach weiter. Obwohl jetzt gerade die Zeit ist, dass wir, die Gläubigen aus den Völkern, aufstehen sollten! Kennen wir unsere christlichen Geschichtsbücher denn noch immer nicht? Haben wir denn noch nicht begriffen, dass 2000 Jahre Christentum uns zum Erzfeind des jüdischen Volkes – Gottes Augapfel – gemacht hat? Sind wir so schwer belehrbar? Oder ist es einfach christliche Feigheit.

Unsere Leiter

Wo bleiben unsere Leiter?

Miteinander haben wir das Profil des biblischen Leiters abgewertet. Wenn der brave Mann nur ein verdienter Theologe ist und vor allem gut und verständnisvoll zuhören kann, dann genügt er schnell den Kriterien eines akzeptablen Leiters. Aber wir vergessen aus Bequemlichkeit, dass ein Leiter mit Löwen und Bären kämpfen und auch siegen muss! Er räumt mit Feinden auf, beschützt die Herde und geht verlorenen Schafen nach, das ist ein Hirte! Kein Angsthase, der vor Unruhe in seiner Gemeinde angst hat und Israel in der Kälte stehen lässt. '...und sie standen von Ferne...' (Lukas 23:49). Ja sicher, ich rege mich etwas auf.

Glücklicherweise seh ich auch, dass sich eine Armee bildet, ...quer durch Kirchenmauern hindurch. Eine Armee Gläubiger, die von dem politisch-humanistisch-religiös korrekten Verhalten ihrer Leiter todmüde sind. Gläubige, die ganz einfach Gottes Wort gehorchen wollen. Wenn der Vater uns in Jesaja 62 anspornt 'um Zions und Jerusalems willen nicht mehr zu schweigen', gehorchen diese Menschen einfach dem göttlichen Auftrag. 'Auf deine Mauern, o Jerusalem, habe ich Wächter gestellt, die nie schweigen sollen, weder Tag noch Nacht...' Wie ist es doch möglich, dass geistliche Leiter darüber hinweg lesen? Regelmäßig seufzen Besucher bei den Mauern von Jerusalem:

'Wer nimmt uns an der Hand, wenn wir wieder zu Hause sind? Wir würden so gerne zugerüstet werden wollen.'

Es ist doch nicht mit Worten zu beschreiben, dass zehntausende Gläubige nicht gelehrt werden, was es mit Israel auf sich hat. 'Wie kann ich ein Wächter für Israel sein?', rufen viele. Und sie wollen eine Antwort! Hirten und andere geistliche Leiter nehmt eure Verantwortung wahr! Lauf nicht davor weg. Lass dich nicht von Angst leiten, sondern durch Gottes Geist! 'Geliebte Brüder und Schwestern, das ist nun schon der zweite Brief den ich schreibe. In beiden habe ich versucht euch wach zu rütteln, damit ihr zur Besinnung kommt .Erinnert euch an das, was die heiligen Propheten vorausgesagt haben... (2. Petrus 3:1,2). Schlag bei den Propheten nach und unterweise die Gläubigen, was auf Gottes Herz über seinen geliebten Augapfel – Israel – liegt. Und wenn Du in eine Gemeinde gehst, wo die Leiter von einem antisemitischen Geist geleitet sind, da habe ich nur eine Empfehlung:

'Geh fort von da...!'
Offenbarung 18:4 - Jeremia 50:8

Wir sehen uns auf den Mauern von Jerusalem.

Bart Repko wohnt zusammen mit seiner Frau Joke in Jerusalem. Sie gehen täglich auf den Mauern von Jerusalem und proklamieren Gottes Verheißungen von Wiederherstellung und Trost für Israel und des jüdischen Volkes.

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