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Liebe zu Ismael PDF Drucken E-Mail

Jeden Tag klettern wir auf die Mauern Jerusalems und proklamieren Gottes Versprechen über Wiederherstellung, Genesung und Vergebung für Israel und die jüdische Bevölkerung. Natürlich passiert es auch, dass Leute mit uns auf die Mauer steigen, die überhaupt “nichts” mit Israel zu tun haben. Wenn wir nach einer kurzen Einleitung beginnen, die kraftvollen Bibelverse zu rufen, kann es passieren, dass diese lieben Menschen durcheinandergeraten.

Zuerst schauen sie fragend vor sich hin, dann wenden sie sich ab und zum Schluss kommen ihnen die Tränen. Am Ende der Tour können sie ihre Wut kaum verstecken …

Diese Gläubigen sind wirklich geradlinig, leben mit Gott und haben des öfteren Mitleid mit der arabischen, islamischen Bevölkerung. Was bringt sie so in Verwirrung?

Die Texte, die proklamiert werden, laufen über von Liebe und Mitleid für Israel und das jüdische Volk. Gott kan Seine Liebe schlichtweg nicht verbergen. Dutzende von Texten erzählen von der unmessbaren Liebe. Ich nenne hier zwei Beispiele: “Da befahl mir der Engel, der mit mir redete:

‘Verkündige die folgende Botschaft: ›So spricht der Herr, der Allmächtige: Ich verteidige Jerusalem und den Berg Zion mit großem Eifer und bin sehr zornig auf die Völker, die übermütig geworden sind. Denn mein Zorn auf mein Volk war nicht sehr groß, aber sie brachten ihm den Untergang. Deshalb spricht der Herr: Ich wende mich Jerusalem wieder barmherzig zu. Mein Tempel soll wieder aufgebaut werden, spricht der Herr, der Allmächtige, und man wird auch den Wiederaufbau von Jerusalem in Angriff nehmen’ (Zacharia 1:14-16)

und was denkt ihr über folgenden Text:

“An jenem Tag wird man Jerusalem zurufen: ‘Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht mutlos sinken!Der Herr, dein starker Gott, der Retter, ist bei dir. Begeistert freut er sich an dir. Vor Liebe ist er sprachlos ergriffen und jauchzt doch mit lauten Jubelrufen über dich’” (Sefanja 3:16,17)

Das sind überschwängliche Liebesbezeugungen an Israel und das jüdische Volk. Man kann ihnen nicht entgehen.

Du wirst lange in Gottes Wort suchen müssen, um vergleichbare Worte zu finden, die an Deutsche, Niederländer oder Araber gerichtet sind ... und genau das ist der Kern! Wir Gläubigen möchten das vergleichen. “Gott liebt Juden und Araber gleichermaßen”, höre ich oft. Das ist vermutlich politisch, humanistisch und “religiös” korrekt, aber ... woher nehmen wir die Weisheit? In Gottes Wort werden wir vergebens danach suchen.

“Want u bent een volk dat aan de HEER, uw God, is gewijd. U bent door Hem uitgekozen om, anders dan alle andere volken op aarde, Zijn kostbaar bezit te zijn. Het is niet omdat u talrijker was dan de andere volken dat Hij u lief kreeg en uitkoos – u was het kleinste van allemaal! Maar omdat Hij u liefhad…” (Deuteronomium 7:6-8)

Noch einmal, das Problem liegt im Vergleichen. Gott sagt über Israel: “Denn ihr seid ein heiliges Volk für den Herrn, euren Gott. Von allen Völkern der Erde gehört ihr als Volk dem Herrn, eurem Gott. Der Herr hat euch nicht erwählt und hält an euch fest, weil ihr größer oder bedeutender wärt als die anderen Völker ihr seid sogar das unbedeutendste aller Völker, sondern weil er euch liebt ...”

Liebt Gott die anderen Völker nicht? Und ob! Er hat Seinen Sohn in die Welt gesandt, um uns vor dem Untergang zu retten. Aber hört auf zu vergleichen! Er hat Israel auserwählt. Punkt! Nicht als ein kühler Richter, sondern als ein liebender Vater.

Wir müssen Gottes Haltung akzeptieren und respektieren. Erst wenn wir Gläubigen “aus den Heiden” Israel und das jüdische Volk umarmen und lieben, wie unser Vater Israel liebt, können wir überwältigende Segnungen auf unsere Arbeiten erwarten. Ich weiß, dass das eine gewagte Formulierung ist. “Gesegnet ist, wer dich segnet ...” (4. Mose 24,9). Du kannst noch so viel Mitgefühl für die Araber (Ismael) haben, aber erst wenn du Israel und “Isaak” umarmst und aufrichtig liebst, wirst du die überwältigenden Segnungen in deinen menschlichen und geistlichen Aufgaben erwarten dürfen. Keine Erweckung außerhalb Israels also ...

Umarme Israel und innerhalb dieser Umarmung ist genügend Platz für Ismael und all die anderen Völker. Nicht andersherum. Lass dich nicht durch dein Gefühl oder die Umstände leiten, sondern durch Gottes Herz und Geist.

Es ist bemerkenswert, dass eine gläubige, integere Frau, die unter der arabischen Bevölkerung arbeitet, während ihrer Tour auf den Mauern widerwillig zugab, dass gerade in Jerusalem, oben auf der Mauer ihr tief verborgener Antisemitismus zum Vorschein kam. Sie musste die Wut unterdrücken, als sie die Proklamationen über Wiederherstellung und Liebe für Israel hörte. Viele Gläubigen werden bei einer ehrlichen Selbstkritik über ihren wahren Gefühle erschrecken. Probier einmal, das Herz von Gott im Blick auf Israel zu prüfen und zu erhalten.

Wir sehen uns auf den Mauern!

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