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Wir sind darauf reingefallen PDF Drucken E-Mail

In dem prophetischen Buch Offenbarung richtet sich der Schreiber Johannes an sieben verschiedene Gemeinden. Auffallend ist der Brief an Laodizea (Offenbarung 3,14-21). Im Urtext steht das Wort Laodizea nicht in der Einzahl sondern in der Mehrzahl – in der alten niederländischen Bibelübersetzung kann man noch lesen: "Schreibe an die Gemeinde der Laodizeaner." Das ist kein Zufall.

Die Bedeutung des Wortes Laodizea ist „Gerechtigkeit des Volkes“. Das kommt uns bekannt vor ... Diese Bedeutung liegt dem uns vertrauten Begriff „Demokratie“ nahe. Gottes Gesetze gegenüber dem uns so wertvollen, demokratischen Gedankengut

Dieser Brief ist nicht nur an eine Gemeinde, sondern an die westliche Welt im weiteren Sinn gerichtet. Das erklärt, warum gerade dieser Brief an die Leute in Laodizea in der Mehrzahl verfasst ist. Dieser Brief ist an die westliche Kirche gerichtet. Die Kirche von heute. Die Kritik an dieser Kirche ist nicht von ohne:

“Ich weiß alles, was du tust und dass du weder heiß noch kalt bist. Ich wünschte, du wärest entweder das eine oder das andere! Aber da du wie lauwarmes Wasser bist, werde ich dich aus meinem Mund ausspucken! Du sagst: ‚Ich bin reich. Ich habe alles, was ich will. Ich brauche nichts!‘ Und du merkst nicht, dass du erbärmlich und bemitleidenswert und arm und blind und nackt bist…” (Offenbarung 3,15-17)

Anstelle ein würzendes Salz zu sein haben wir unsere Kirchentüren freiwillig für die Weisheit und die Errungenschaften dieser Welt geöffnet. Materie, Geld, Karriere, Mitbestimmung, westliche Systeme usw. Der Widersacher Gottes, der Teufel, brauchte sich nicht groß anzustrengen. Mit einer dicken Zigarre in Mund saß er relaxed in der vordersten Kirchenbank. Der brausende Strom lebendigen Wassers, der aus der Kirche in die Welt fließen müsste, machte dem weltlichen Geldstrom Platz, der wie eine zähe Schlammlawine in die Kirche schwappt. Wo die Kirche den Auftrag erhielt, „dass Mächte und Gewalten im Himmel durch seine (Gottes) Gemeinde den Reichtum seiner (Gottes) Weisheit erkennen“ (Epheser 3,10), haben die weltlichen Mächte ihre Weisheit und ihre Systeme an die Kirche verkauft. Das Wissen nahm zu, die Offenbarung ab. Erzähl von deinen Gewinnen! Nicht die Propheten und geistlichen Leiter bestimmen den geistlichen Kurs, sondern gut bezahlte Berater unterrichteten die lernbegierigen Kirchenleiter ... Betrachte das Resultat: Treibend und kraftlos taumeln viele im Kreis. Wir singen unsere Lieder, hören die zigste Predigt und lassen uns davon überzeugen, dass das Übernehmen des nächsten ausländischen Systems sicherlich zu einer Erweckung führen wird.

Vergiss das!

Solange wir als Kirche nicht zu unseren Wurzeln zurückkehren, wird keine Rede von einer Erweckung sein.

Wir müssen zu unseren jüdischen Wurzeln zurückkehren. Wir sind im Laufe der Jahrhunderte weit davon abgetriftet. Aber das wird sich ändern. Wir müssen unseren Blick wieder auf Jerusalem richten. Gott wird die Gemeinde schütteln und neuordnen. Das klingt nicht schön und angenehm. Doch wird es unvermeidlich sein. Wir bekommen eine neue Chance. Römer 11 wird wieder ein bekannter Bibelabschnitt in der Kirche werden. Wir, Gläubige aus den Heiden sind doch auf den Ölbaum Israel gepfropft. Wir sind mit einander verbunden.

So wie Prinzessin Maxima durch ihre Ehe mit Prinz Willem Alexander auf das Haus von Oranje gepfropft ist, so sind wir, durch unsere Beziehung mit Yeshua (Jesus' eigentlicher Name), auf das Haus Israels gepfropft. Sobald wir diese Beziehung mit Jerusalem erkennen und wiederherstellen, wird die Kirche wieder die Richtung und die Offenbarung erhalten. Die Wiederherstellung der uralten Beziehung mit Israel ist der Schlüssel zu einer geistlich gesunden und lebendigen Kirche. Die Kirche wird wieder die Aufgabe eines Botschafters erfüllen!

Die junge Generation wird das Banner erheben, wo wir (Ältere) uns von dem demokratischen Geist von Laodizäa mitschleifen haben lassen. Wir sollten in unsere jungen Erwachsenen investieren! Schick sie nach Israel – als Wächter auf die Mauern! Es ist die Zeit, in der die weisen Mägde aus ihrem Schlaf aufwachen, ihren Krug mit Öl gefüllt. Hier auf den Mauern Jerusalems kannst du, wenn du aufmerksam hörst, bereits die Schritte des Bräutigams herannahen.

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