Da steht in Jesaja 43,1
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. (LU) Oder in Zephanja 3,17
Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.(LU)
Oder in Jeremia 31,3
Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.(LU)
Oder in Micha 7,18
Wo ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und die Missetaten seines Volkes verzeiht? Der nicht für immer an seinem Zorn festhält, sondern der sich freut, wenn er barmherzig sein kann? (NL) Wenn wir all diese Schriftstellen (und da gibt es noch viel mehr!) einmal laut und im Textzusammenhang lesen, uns dabei bewusst machen, dass sie zuerst dem jüdischen Volk gelten, also an Israel gerichtet sind, dann bekommen diese Worte eine ganz andere Bedeutung und Kraft!
Dann steht in Jes.43, 1
Und nun, so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht…
Und in Zephanja 3,14-16
Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde abgewendet. Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst. Zur selben Zeit wird man sprechen zu Jerusalem: Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken!... (NL)
Über Jahrhunderte hat die Kirche gelehrt, dass all die Verheißungen von Segen, Trost und Zuwendung Gottes der Kirche (Gemeinde) gehören, aber die Flüche den Juden, denn sie sind ja von Gott verdammt und verworfen. Zwei Beispiele:
Origines, Kirchenvater der Ostkirche (185 – 254 n.Chr.) hat gesagt: „Die Kirche als das wahre Israel ist der Erbe dessen, was dem irdischen Israel versprochen und gegeben wurde.“
Irenäus, Bischof von Lyon (180 n.Chr.) sagte: „Die Verheißungen des AT gehören der Gemeinde und nicht Israel.“
Viele Kirchenväter haben das sehr deutlich und klar gelehrt. Das hat unser Denken bewusst oder undbewusst bis heute geprägt.
Wenn wir heute auf unseren Wächtertouren auf der Mauer oberhalb des Hauptsitzes der Franziskaner vorbei laufen, lesen wir auf einem offiziellen Schild, dass die Franziskaner sich als die „Hüter/Verwalter des Heiligen Landes“ sehen.
Natürlich sollen und dürfen wir die Verheißungen des Alten Testaments für uns, als Gläubige aus den Nationen nehmen und glauben! Aber ich denke, dass es jetzt höchste Zeit ist, dass wir uns bewusst machen, dass Gott Seine Zusagen und Verheißungen an Seinem jüdischen Volk ganz konkret erfüllt und weiter erfüllen wird! Gott ruft uns als Wächter, die Ihn an sein prophetisches Wort für Israel erinnern, die laut ihre Stimme erheben und Wort proklamieren, weil sie glauben, dass Er Seinem Wort treu ist und sein wird.
In Jesaja 30,21 Elbf. (lies 18-21!) sagt Gott seinem Volk zu:
„Und wenn ihr zur Rechten oder wenn ihr zur Linken abbiegt, werden deine Ohren ein Wort hinter dir her hören: Dies ist der Weg, den geht!“
Ich glaube, dass wenn wir Gottes Wort für Israel und Jerusalem in die unsichtbare Welt proklamieren, wird Gottes Volk dieses Wort „hören“ und erkennen, welchen Weg sie gehen sollen.
Sein Wort ist Leben und Kraft und es kehrt nicht leer zurück, sondern bewirkt, wozu es gesandt ist. (Jes.55,11)






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